Einleitung

Während die Berechnungen von Serienschaltungen ohne parallele geschaltete Bestandteile recht aufwendungsarm zu bewerkstelligen sind, wird die Analyse von Gleichstromnetzwerken mit Knoten, welche n Abzweigungen aufweisen, wobei die Anzahl der Zweige dabei \(n \geq 2\) ist, bei steigender Knotenanzahl schnell unübersichtlich. Eine vielschichtige Betrachtung des Gleichstromnetzwerkes ist hier von Nöten. Für die Berechnung von Gleichstromnetzwerken stehen die folgenden Methoden zur Verfügung:

  • Knoten- und Maschenregel
  • Superposition
  • Knotenpotentialanalyse
  • Maschenstromanalyse

Auch die Analyse von elektrischen Netzwerken mit mehr als einer Strom- oder Spannungsquelle ist nicht trivial. Die Bestimmung aller Ströme und Spannungen des elektrischen Netzwerkes aus Abbildung 1 ist allein durch die Berechnungen von Serienschaltungen und Parallelschaltungen nicht möglich.

Die Abbildung zeigt ein verzweigtes Stromnetzwerk, dessen Leitungen einen annähernd ovalen Rahmen bilden, der oben und unten jeweils über ein waagerechtes Bauteil geschlossen ist. Entlang dieses Rahmens sind mehrere rechteckige Symbole (z. B. Widerstände) sowohl in Reihe als auch in schrägen Querzweigen angeordnet, sodass mehrere Parallelpfade entstehen. In das Netz sind vier kreisförmige Symbole (z. B. Spannungsquellen oder Messgeräte) eingebunden: etwa auf der linken Seite, unten nahe der Mitte, oben nahe der Mitte und rechts unten; an diesen Punkten geben kleine Pfeile die jeweilige Stromrichtung oder Spannung nach oben oder unten an.

Abbildung 1: Beispielnetzwerk. Elektrisches Gleichstromnetzwerk mit einer Vielzahl an Widerständen, Stromquellen und Spannungsquellen.
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