1 RC-Tiefpass 1. Ordnung

Die Ausgangsspannung eines RC-Tiefpasses soll bei der Frequenz \(f=1\,\mathrm {kHz}\) nur noch \(10\,\%\) der Eingangspannung betragen. Wie groß ist die Grenzfrequenz zu wählen?

1.1 Lösung:

\begin {align*} \underline {F}(\mathrm {j}\omega )&=\frac {\underline {U}_a}{\underline {U}_e} = \frac {\frac {1}{j\omega C}}{\frac {1}{j\omega C} + R} = \frac {1}{1 + j\omega RC}\\ A(\omega )&=\frac {U_a}{U_e} = \frac {1}{\sqrt {1+(\omega RC)^2}}\\ A(\omega _g)&=\frac {1}{\sqrt {1+(\omega _g RC)^2}} \overset {!}{=} \frac {1}{\sqrt {2}} \Rightarrow \omega _g = \frac {1}{RC} \\ A(\omega )&\overset {!}{=} 0,1 \Rightarrow \sqrt {1+(\omega RC)^2} \overset {!}{=} 10\\ \Leftrightarrow 1 + (\omega RC)^2 &= 100 \Leftrightarrow (\omega RC)^2 = 99 \Rightarrow \omega _g = \frac {\omega }{\sqrt {99}}\\ \Rightarrow f_g &= \frac {f}{\sqrt {99}} = \frac {1\,\mathrm {kHz}}{\sqrt {99}} = 100,5\,\mathrm {Hz} \end {align*}

2 RC-Hochpass 1. Ordnung

Wie groß ist die Phasenverschiebung \(\varphi \) bei einem RC-Hochpass 1. Ordnung, wenn die Sperrdämpfung (Verhältnis von Ausgangs- zu Eingangsspannung) \(-6\,\mathrm {dB}\) beträgt?

2.1 Lösung:

\begin {align*} -6\,\mathrm {dB} &= 20\cdot \lg \left (\frac {U_a}{U_e}\right )\,\mathrm {dB} \\ \Rightarrow -0,3 &= \lg \left (\frac {U_a}{U_e}\right )\\ \Rightarrow \frac {U_a}{U_e} &= 10^{-0,3} = 0,501\\ \frac {\underline {U}_a}{\underline {U}_e} &= \frac {R}{R+\frac {1}{j\omega C}} = \frac {1}{1-j\frac {1}{\omega CR}}\\ \frac {U_a}{U_e} &= \frac {1}{\sqrt {1+\frac {1}{(\omega CR)^2}}} \overset {!}{=} 0,501\\ \Leftrightarrow \sqrt {1 + \frac {1}{(\omega CR)^2}} &= \frac {1}{0,501}\\ \Leftrightarrow \frac {1}{(\omega CR)^2} &= 2,981 \Leftrightarrow \frac {1}{\omega CR} = \sqrt {2,981} = 1,727\\ \frac {\underline {U}_a}{\underline {U}_e} &= \frac {1+j\frac {1}{\omega CR}}{1+\frac {1}{(\omega CR)^2}}\\[0.75em] \varphi &= \arctan \left (\frac {1}{\omega CR}\right ) = \arctan \left (\sqrt {2,981}\right ) = 59,92^\circ \end {align*}

3 Frequenzgang eines RLC-Serienschwingkreises

Gegeben ist unten dargestellte Schaltung mit \(L = 20\,\mathrm {mH}\), einem Widerstand \(R = 150\,\Omega \) und einem Kondensator mit \(C = 1\,\mu \mathrm {F}\).

Schaltbild: RLC-Serienschwingkreis mit Spannungen u1 über RLC und u2 über C.
a)
Geben Sie die Resonanzfrequenz der Schaltung an. Handelt es dich um Strom- oder Spannungsresonanz?
b)
Leiten Sie den Frequenzgang \(\frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1}\) allgemein her.
c)
Berechnen und skizzieren Sie den Betrag des Frequenzganges \(\frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1}\) in halblogarithmischer Darstellung. Geben Sie den Betrag für \(\omega = 0, 100\,\mathrm {s}^{-1}\), \(2000\,\mathrm {s}^{-1}\), \(3500\,\mathrm {s}^{-1}\), \(\omega _0\) , \(10000\,\mathrm {s}^{-1}\) und \(\infty \) an.
d)
Kommt es bei einer Induktivität von 10 mH im Resonanzfall zu einer Spannungsüberhöhung?

3.1 Lösung:

a)
Die Resonanzkreisfrequenz \(\omega _0\) ergibt sich durch die Resonanzbedingung \(\Im \{\underline {Z}=0\}\).

\begin {align*} \underline {Z} &= R + \mathrm {j}\omega L + \frac {1}{\mathrm {j} \omega C} = R + \mathrm {j}\cdot \left (\omega L + \frac {1}{\omega C}\right ) &&\Rightarrow \omega _0 L - \frac {1}{\omega _0 C} \overset {!}= 0 \\ \Rightarrow \omega _0 &= \frac {1}{\sqrt {LC}} = \frac {1}{\sqrt {20\,\mathrm {mH} \cdot 1\,\mu \mathrm {F}}} = 7071,07\,\mathrm {s}^{-1} &&\Rightarrow f_0 = \frac {\omega _0}{2\pi } = 1125,4\,\mathrm {Hz} \end {align*}

Da die Schaltung eine Reihenschaltung aus einem Widerstand, Kondensator und einer Spule ist, handelt es sich um eine Spannungsresonanz.

b)
Die Spannungsteilerregel liefert den Frequenzgang:

\begin {align*} \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1} = \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) &= \frac {\underline {Z}_{\mathrm {C}}}{\underline {Z}_{\mathrm {R}} + \underline {Z}_{\mathrm {L}} + \underline {Z}_{\mathrm {C}}} \\ &= \frac {\frac {1}{\mathrm {j}\omega C}}{R + \mathrm {j}\omega L + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}} &&\bigg | \cdot \frac {\mathrm {j}\omega C}{\mathrm {j}\omega C} \\ &= \frac {1}{\mathrm {j}\omega CR + \mathrm {j}^2 \omega ^2 LC + 1} \\ &= \frac {1}{1 - \omega ^2 LC + \mathrm {j} \omega R C} \end {align*}

c)
Der Betrag des Frequenzganges (Amplitudengang \(A(\omega )\)) ergibt sich zu:

\begin {align*} \left | \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) \right | = A(\omega ) &= \frac {1}{\sqrt {(1-\omega ^2 LC)^2 + (\omega R C)^2 }} \end {align*}

Der Betrag des Frequenzganges ist in folger Abbildung dargestellt.

Amplitudengang mit linearer Amplituden- und logarithmischer Frequenzachse. Amplitude steigt von 1 bis
zu einem Maximum und fällt dann wieder ab.

Die zugehörigen Werte sind:

\(\omega \) \(0\) \(100\,\mathrm {s}^{-1}\) \(2000\,\mathrm {s}^{-1}\) \(3500\,\mathrm {s}^{-1}\) \(\omega _0\) \(10000\,\mathrm {s}^{-1}\) \(\omega \to \infty \)
\(A(\omega )\) \(1,000\) \(1,009\) \(1,033\) \(1,087\) \(0,943\) \(0,555\) \(0\)
d)
Die Güte eines Reihenschwingkreises gibt die Spannungsüberhöhung über \(L\) beziehungsweise \(C\) im Resonanzfall an.

\begin {align*} \frac {U_2(\omega _0)}{U_1(\omega _0)} = Q_S &= \frac {X_k}{R} = \frac {\omega _0 L}{R} = \frac {1}{R}\cdot \sqrt {\frac {L}{C}}\\ &= \frac {1}{150\,\Omega }\cdot \sqrt {\frac {10\,\mathrm {mH}}{1\,\mu \mathrm {F}}}= 0,\overline {66} \end {align*}

Für \(L=10\,\mathrm {mH}\) ist \(Q_S < 1\), es kommt also zu keiner Spannungsüberhöhung im Resonanzfall.

4 Frequenzgang eines Vierpols aus R, L und C

Die unten dargestellte Schaltung soll untersucht werden. Hierbei sollen für die Bauelemente die allgemeinen Werte \(\mathrm {R}_1\), \(\mathrm {R}_2\), L, C verwendet werden.

Schaltbild: Vierpol bestehend aus R1 und R2 in Reihe mit der Parallelschaltung aus L und C. Spannungen
u1 über Gesamtschaltung und u2 über R2.

a)
Bestimmen Sie das folgende Spannungsteilerverhältnis.

\begin {align*} \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) = \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1} \end {align*}

b)
Berechnen und skizzieren Sie den Betrag und die Phase von \(\underline {F}(\mathrm {j}\omega )\). Kennzeichnen Sie charakteristische Punkte.
c)
Berechnen Sie die Ausgangsspannung \(\mathrm {u}_2 (t)\), wenn für die Eingangsspannung

\begin {align*} \mathrm {u}_1 (t) = 5 \mathrm {V} \cdot \mathrm {cos} (2\pi \cdot 10 \mathrm {kHz} \cdot t) \end {align*}

gilt.

4.1 Lösung:

a)
Das Spannungsteilerverhältnis ergibt sich zu:

\begin {align*} \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) & = \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1} \\ &= \frac {R_2}{R_1 + \underline {Z}_L || \underline {Z}_C + R_2} &&\text {mit} \underline {Z}_L || \underline {Z}_C = \frac {\mathrm {j}\omega L \cdot \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}}{\mathrm {j}\omega L - \mathrm {j}\frac {1}{\omega C}} = -\mathrm {j}\cdot \left (\frac {1}{\omega C - \frac {1}{\omega L}}\right )\\ &= \frac {R_2}{R_1 + R_2 - \mathrm {j}\left (\frac {1}{\omega C - \frac {1}{\omega L}}\right )} \end {align*}

b)
Der Betrag des Spannungsteilerverhältnisses ergibt sich allgemein zu:

\begin {equation*} \left | \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) \right | = A(\omega ) = \frac {\mathrm {R}_2}{\sqrt {(\mathrm {R}_1 + \mathrm {R}_2)^2 + \left (\frac {1}{\omega \mathrm {C} - \frac {1}{\omega \mathrm {L}}}\right )^2}} \end {equation*} Die Parallelschaltung aus \(L\) und \(C\) verhält sich für \(\omega \to 0\) und für \(\omega \to \infty \) wie ein Kurzschluss, da jeweils eins der beiden Bauelemente in beiden Fällen eine Impedanz gegen Null besitzt. Daraus folgt für \(\omega \to 0\) und \(\omega \to \infty \): \begin {equation*} A(\omega \to 0) = A(\omega \to \infty ) = \frac {R_2}{R_1+R_2} \end {equation*} Im Resonanzfall (\(\omega = \omega _0 = \sqrt {\frac {1}{LC}}\)) heben sich die Admittanzen von \(L\) und \(C\) (Parallel-Schwingkreis) gegenseitig auf. Mit \(Y_C + Y_L \to 0\) folgt auch \(Z_L||Z_C \to \infty \) für \(\omega \to \omega _0\). \begin {equation*} A(\omega _0) = \frac {R_2}{\sqrt {(\mathrm {R}_1 + \mathrm {R}_2)^2 + \infty ^2}} = \frac {1}{\infty } = 0 \end {equation*}

Die Phase ergibt sich zu: \begin {align*} \varphi (\omega )&= \underbrace { \arctan \left (\frac {0}{R_2}\right ) }_{\varphi _{\text {Zähler}}} - \underbrace { \arctan \left (\frac {-\left (\frac {1}{\omega C - \frac {1}{\omega L}}\right )}{R_1 + R_2}\right ) }_{\varphi _{\text {Nenner}}} = \arctan \left (\frac {\frac {1}{\omega C - \frac {1}{\omega L}}}{R_1+R_2}\right ) \end {align*}

Mit: \begin {align*} \varphi (\omega \to 0) &= \arctan \left (0\right ) = 0\\ \varphi (\omega \to \infty ) &= \arctan \left (0\right ) = 0\\ \varphi (\omega _0) &= \arctan \left (\infty \right ) = \pm \frac {\pi }{2} \\ \varphi (\omega < \omega _0) &< 0\\ \varphi (\omega > \omega _0) &> 0 \end {align*}

Der Amplitudengang und Phasengang sind in folgendem Bode-Diagramm dargestellt.

Bodediagramm mit Amplituden- und Phasengang. Amplitudengang doppeltlogarithisch dargestellt mit
Lücke (Polstelle) bei Resonanzfrequenz. Phasengang halblogarithmisch dargestellt. Phase bei niedrigen
Frequenzen null Grad bis -45 Grad bei Resonanzfrequenz. Phase macht Sprung bei Resonanzfrequenz
(Sprung) auf +45 Grad und fällt für hohe Frequenzen auf null Grad.

c)
Die Ausgangsspannung ergibt sich zu:

\begin {align*} \underline {U}_2 &= \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) \cdot \underline {U}_1 \\ u_2(t) &= A(\omega ) \cdot 5\,\mathrm {V} \cdot \cos \left (\omega t + \varphi (\omega )\right ) &&\text {mit} \omega = 2\pi \cdot 10\,\mathrm {kHz}\cdot \end {align*}

5 RLC-Parallelschwingkreis

Der dargestellte Parallelschwingkreis soll untersucht werden.

  


Schaltbild: RLC-Parallelschwingkreis.
a)
Bestimmen Sie die komplexe Gesamtimpedanz \(\underline {Z}\) in allgemeiner Form.
b)
Skizzieren Sie den Betrag der komplexen Impedanz in halblogarithmischer Darstellung und kennzeichnen Sie charakteristische Punkte.
c)
Berechnen Sie die Resonanzfrequenz \(f_0\), sowie die Frequenzen \(f_{\mathrm {u}}\) und \(f_{\mathrm {o}}\), bei denen der Betrag von \(\underline {Z}(\omega )\) auf \(\frac {Z_0}{\sqrt {2}}\) gefallen ist, wobei \(Z_0\) der Betrag der Gesamtimpedanz im Resonanzfall ist. Bestimmen Sie auch die Differenz der beiden Frequenzen. Diese gibt die Bandbreite \(B\) an. Für diesen Aufgabenteil gilt \(R = 300\,\Omega \), \(L = 200\,\mathrm {mH}\) und \(C = 1\,\mu \mathrm {F}\).
d)
Die Bandbreite wird auch mit der Formel \(B = \frac {f_0}{Q}\) bestimmt. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem aus Aufgabenteil c).
e)
Liegen die obere und die untere Grenzfrequenz symmetrisch um \(f_0\)?

5.1 Lösung:

a)
Die Gesamtimpedanz des Schwingkreises ergibt sich zu:

\begin {align*} \underline {Y} &= \frac {1}{R} + \mathrm {j}\omega C + \frac {1}{\mathrm {j}\omega L} \\[2pt] \underline {Z} &= \frac {1}{\underline {Y}} = \frac {1}{\frac {1}{R} + \mathrm {j}\omega C + \frac {1}{\mathrm {j}\omega L}} \\[2pt] &= \frac {\frac {1}{R}-\mathrm {j}\cdot \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )}{\frac {1}{R^2} + \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )^2} \end {align*}

b)
Betrag der Gesamptimpedanz in halblogarithmischer Darstellung:
Impedanzkurve in halblogarithmischer Darstellung. Die Kurve zeigt den Impedanzbetrag in abhängigkeit
der Frequenz mit einem Maximum bei der Resonanzfrequenz. Für sehr niedrige und sehr hohe Frequnzen
fällt der Impedanzbetrag auf null ab.

Die Gesamptimpedanz ist maximal bei Resonanzkreisfrequenz mit \(\underline {Z}(\omega _0) = R\).

c)
Resonanz:

\begin {align*} \Im \{\underline {Y}\} = \omega _0 C - \frac {1}{\omega _0 L} \overset {!}{=} 0 \Leftrightarrow \omega _0 &= \frac {1}{\sqrt {LC}} \Rightarrow f_0 = \frac {\omega _0}{2\pi }\\ |\underline {Z}(\omega _0)| = \frac {1}{\sqrt {\frac {1}{R^2} + \Big (\smash {\underbrace { \omega _0 C - \frac {1}{\omega _0 L} }_{={}{0}}}\Big )^2 } } &= \frac {1}{\sqrt {\frac {1}{R^2}}} = R \end {align*}

Grenzfrequenzen, Bandbreite: \begin {align*} {|\underline {Z}(\omega )| \overset {!}{=} \frac {R}{\sqrt {2}} \Leftrightarrow } \frac {1}{\sqrt {\frac {1}{R^2} + \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )^2}} &= \frac {R}{\sqrt {2}} \\ \frac {R}{\sqrt {1 + R^2\cdot \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )^2}} &= \frac {R}{\sqrt {2}} \\ 1 + R^2\cdot \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )^2 &= 2 \\ \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )^2 &= \frac {1}{R^2} \\ \omega C - \frac {1}{\omega L} &= \pm \frac {1}{R} \\ \omega ^2 LC \pm \omega \cdot \frac {L}{R} - 1 &= 0 \\ \omega ^2 \pm \omega \cdot \frac {1}{RC} - \frac {1}{LC} &= 0 \\ x^2 + p \cdot x + q &= 0 \vphantom {\frac {1}{LC}} \end {align*}

\begin {align*} x_{1,2} &= -\frac {p}{2} \pm \sqrt {\left (\frac {p}{2}\right )^2 - q} \\ \Rightarrow \omega &= \pm \frac {1}{2 \cdot RC} \pm \sqrt {\frac {1}{(2 \cdot RC)^2} + \frac {1}{LC}}\\ \frac {1}{2 \cdot RC} &= 1,6667 \cdot 10^3\ \mathrm {s}^{-1} \qquad \frac {1}{LC} = 5 \cdot 10^6\ \mathrm {s}^{-2} \\[4pt] \omega &= \pm 1,6667 \cdot 10^3\ \mathrm {s}^{-1} \pm 2,7889 \cdot 10^3\ \mathrm {s}^{-1} \\[4pt] \omega {g,o} &= 4,4556 \cdot 10^3 \mathrm {s}^{-1} \qquad f_{g,o} = 709,12\ \mathrm {Hz}\\ \omega {g,u} &= 1,1222 \cdot 10^3 \mathrm {s}^{-1} \qquad f_{g,u} = 178,60\ \mathrm {Hz}\\[4pt] B &= f_{g,o} - f_{g,u} = 530,5\,\mathrm {Hz} \end {align*}

d)
Bestimmung der Bandbreite über die Resonanzfrequenz und die Güte:

\begin {align*} B &= \frac {f_0}{Q} & \text {mit} Q &= \sqrt {\frac {C}{L}}\cdot R = \sqrt {\frac {1\ \mu \mathrm {F}}{200\ \mathrm {mH}}} \cdot 300\ \Omega = 0,6708 \\ B &= \frac {355,88\ \mathrm {Hz}}{0,6708} = 530,5\ \mathrm {Hz} & \text {mit} f_0 &= \frac {1}{2\pi \sqrt {LC}} = \frac {1}{2\pi \sqrt {200\ \mathrm {mH} \cdot 1\ \mu \mathrm {F}}} = 355,88\ \mathrm {Hz} \\ \end {align*}

e)
Bei logarithmischer Frequenzachse verläuft die Kurve des Impedanzbetrags \(|\underline {Z}(\omega )|\) symmetrisch um die Resonanzkreisfrequenz \(\omega _0\), das heißt \(f_{g,o}\) und \(f_{g,u}\) liegen dann symmetrisch um \(f_0\).

\begin {equation*} \left (\omega C - \frac {1}{\omega L}\right )^2 = \bigg (\underbrace { \frac {\omega }{\omega _0} - \frac {\omega _0}{\omega } }_{=\vartheta (\omega ){,\ \vartheta ^2\ \text {symmetrisch um }\omega _0\text { bei faktorieller Änderung}}} \bigg )^2\cdot \frac {C}{L} \qquad \Longrightarrow \qquad \vartheta ^2(n\cdot \omega _0) = \vartheta ^2\left (\frac {1}{n}\cdot \omega _0\right ) \end {equation*}

6 RC-Filter zweiter Ordnung

Für die untenstehende hintereinandergeschalteten RC-Glieder gilt \(R_1 = R_2 = R = 1000\,\Omega \) und \(C_1 = C_2 = C = 1\,\mu \mathrm F\).

Schaltbild: Zwei hintereinandergeschaltete RC-Tiefpassglieder erster Ordnung mit gleichen Widerständen
und Kapazitäten.

a)
Bestimmen Sie den Frequenzgang der Schaltung \(\underline {F}(\mathrm {j}\omega ) = \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1}\).
b)
Zeichnen Sie den Amplitudengang und den Phasengang in logarithmischer Darstellung. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem einfachen RC-Glied mit denselben Bauelementen.
6.1 Lösung:

a)
Frequenzgang:

\begin {align*} \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) &= \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1} = \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_m} \cdot \frac {\underline {U}_m}{\underline {U}_1}\\ \frac {\underline {U}_m}{\underline {U}_1} &= \frac {\underline {Z}_{\mathrm {ers}}}{R + \underline {Z}_{\mathrm {ers}}} = \frac {1}{\frac {R}{\underline {Z}_{\mathrm {ers}}} + 1}\\ \underline {Z}_{\mathrm {ers}} &= \left ( R + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C} \right ) \bigg |\bigg |\, \frac {1}{\mathrm {j}\omega C} = \left ( \frac {1}{R + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}} + \mathrm {j}\omega C\right )^{-1}\\ \frac {\underline {U}_m}{\underline {U}_1} &= \frac {1}{R \cdot \left (\frac {1}{R + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}} + \mathrm {j}\omega C\right ) + 1} \\ &= \frac {1}{\frac {R\cdot \mathrm {j}\omega C}{R\cdot \mathrm {j}\omega C + 1} + R\cdot \mathrm {j}\omega C + 1} \\ &= \frac {R\cdot \mathrm {j}\omega C + 1}{R\cdot \mathrm {j}\omega C + \left ( R\cdot \mathrm {j}\omega C + 1 \right )^2} \\ &= \frac {R\cdot \mathrm {j}\omega C + 1}{R\cdot \mathrm {j}\omega C - R^2\omega ^2 C^2 + 2\cdot \mathrm {j}\omega C R + 1 } \\ &= \frac {1}{1 - \omega ^2 C^2 R^2 + \mathrm {j}3\omega C R} \\ &= \frac {1 + \mathrm {j}\Omega }{1 - \Omega ^2 + \mathrm {j}3\Omega } \qquad \text {mit} \qquad \Omega = \omega C R\\[4pt] \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_m} &= \frac {\frac {1}{\mathrm {j}\omega C}}{R + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}} = \frac {1}{1 + \mathrm {j}\omega C R} = \frac {1}{1 + \mathrm {j}\Omega }\\[4pt] \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_1} &= \frac {\underline {U}_2}{\underline {U}_m} \cdot \frac {\underline {U}_m}{\underline {U}_1} = \frac {1}{1 + \mathrm {j}\omega C R} = \frac {1}{1 + \mathrm {j}\Omega } \cdot \frac {1 + \mathrm {j}\Omega }{1 - \Omega ^2 + \mathrm {j}3\Omega } \\ &= \frac {1}{1 - \Omega ^2 + \mathrm {j}3\Omega } = \frac {1}{1 - (\omega C R)^2 + \mathrm {j}3\omega C R} \end {align*}

Vergleich einfacher Tiefpass: \begin {align*} \underline {F}(\mathrm {j}\omega ) = \frac {\frac {1}{\mathrm {j}\omega C}}{R + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}} = \frac {1}{1 + \mathrm {j}\omega C R} = \frac {1}{1 + \mathrm {j}\Omega } \end {align*}

Wegen Kopplungseffekten kann der Frequenzgang des einfachen Tiefpasses bei Serienschaltung nicht einfach multipliziert werden.

b)
Bode-Diagramm (Amplituden- und Phasengang) für RC-Tiefpassfilter 1. und 2. Ordnung:
Bodediagramm: Amplituden- und Phasengang von RC-Tiefpassfiltern erster und zweiter Ordnung.
Vergleich eines einzelnen RC Gliedes mit zwei hintereinandergeschalteten RC Gliedern. Einmal mit
Entkopplung und einmal ohne. Die entkoppelte Variante verhält sich im Bereich der Grenzfrequenz
schärfer.

Die Dämpfung im Sperrbereich beträgt bei 2. Ordnung (blau) das doppelte (\(40\,\mathrm {dB}/\mathrm {Dek}\)) im Vergleich zur 1. Ordnung (rot) (\(20\,\mathrm {dB}/\mathrm {Dek}\)). Die Phasenverschiebung reicht von \(0^\circ \) bis \(-180^\circ \) bei 2. Ordnung, im Gegensatz zur 1. Ordnung, die nur von \(0^\circ \) bis \(-90^\circ \) reicht. Die Grenzfrequenz verschiebt sich durch die höhere Dämpfung nach links (kleiner für 2. Ordnung).

7 Impedanz- und Admittanzortskurve eines RL-Gliedes

Gegeben ist die Serienschaltung aus einer Induktivität \(L = 10\,\mathrm {mH}\) und einem Widerstand \(R = 5\,\mathrm {k}\Omega \) bei einer variablen Frequenz mit \(f_\mathrm {min} = 5\,\mathrm {kHz}\) und \(f_\mathrm {max} = 50\,\mathrm {kHz}\).

a)
Bestimmen Sie die Impedanzortskurve und stellen Sie diese quantitativ dar. Kennzeichnen Sie den Parameter an mindestens drei sinnvollen Stellen.
b)
Zeichnen Sie die invertierte Ortskurve (Admittanzortskurve). Überlegen Sie sich zunächst den prinzipiellen Verlauf und benutzen Sie dann einige Zahlenwerte aus dem vorherigen Aufgabenteil a) für die Bestimmung der Ortskurvenpunkte.

7.1 Lösung:

a)       PIC\begin {align*} f&=5\,\mathrm {kHz} ... 50\,\mathrm {kHz} & \underline {Z} &= R + \mathrm {j}\omega L \\ f_1 &= 5\,\mathrm {kHz} & \underline {Z}_1 &= 5\,\mathrm {k}\Omega + \mathrm {j} 314,16\,\Omega \\ f_2 &= 25\,\mathrm {kHz} & \underline {Z}_2 &= 5\,\mathrm {k}\Omega + \mathrm {j} 1570,8\,\Omega \\ f_3 &= 50\,\mathrm {kHz} & \underline {Z}_3 &= 5\,\mathrm {k}\Omega + \mathrm {j} 3141,6\,\Omega \end {align*}

\(\underline {Z}\)-Ortskurve: \(\Re \{\underline {Z}\}=konst., \Im \{\underline {Z}\}=var.\\ \Rightarrow \) Gerade parallel zur Imaginärachse im I. Quadranten.

b) Inversion von Geraden im I. Quadranten:
Halbkreis im IV. Quadranten. \begin {align*} \underline {Y}&=\frac {1}{\underline {Z}} & \underline {Y}&= \frac {1}{|\underline {Z}|} \cdot \mathrm {e}^{-\mathrm {j}\varphi _Z} \end {align*}

Maßstab so gewählt, dass \(\underline {Z}(0) = 5\,\mathrm {k}\Omega {}\hat {=}{} \underline {Y}(0) = 0,2\,\mathrm {mS}\).

Start des Halbkreises bei \(0,2\mathrm {mS}\) (\(\omega =0\)), Ende bei \(0\,\mathrm {mS}\) (\(\omega \to \infty \)) und Mittelpunkt bei \(0,1\,\mathrm {mS}\).

Die Admittanzen sind abzulesen am jeweiligen Schnittpunkt des gespiegelten Impedanzzeiger mit dem Halbkreis (Winkel negiert, Spiegelung an x-Achse).

Die Admittanzkurve entspricht dem Kreisabschnitt zwischen \(\underline {Y}(f=5\,\mathrm {kHz})\) und \(\underline {Y}(f=50\,\mathrm {kHz})\).

Impedanzortskurve (erster Quadrant)
und    Admittanzortskurve    (vierter
Quadrant)    zusammen    dargestellt.
Impedanzortskurve als Gerade parallel
zur Im-Achse. Admittanzortskurve als
Halbkreis  auf  der  Re-Achse.  Winkel
für  Zeiger  von  Z  und  Y  bei  gleicher
Frequenz einfach negiert.

8 Admittanzortskurve gemischter Reihen-/Parallelschaltung

Die Admittanz der hier gezeigten Schaltung soll untersucht werden.
Parallel zu einer Reihenschaltung aus dem Widerstand \(R_1\) und der Kapazität \(C\) befindet sich ein zweiter Widerstand \(R_2\).
Die Bauteilwerte sind gegeben durch:
\(R_1(p) = p \cdot R_0\), \(R_0 = 5\,\Omega \), \(R_2 = 20\,\Omega \) und \(\omega C = 0,2\,\mathrm {S}\)

Schaltbild:
Reihenschaltung  aus  R1  und
Kapazität C. Beide zusammen
parallel zu R2.
a)
Bestimmen Sie die Admittanz für \(p=0\), \(p=1\), \(p=2\) und \(p\to \infty \).
b)
Skizzieren Sie den Verlauf der Admittanzortskurve und zeichnen Sie die Werte ein. (Empfohlener Darstellungsbereich: \(0 + \mathrm {j}0\) bis \(0,25\,\mathrm {S}+ \mathrm {j}0,25\,\mathrm {S}\))
c)
Für welchen Wert von \(p\) eilt der Gesamtstrom \(\underline {I}\) einer angelegten Wechselspannung \(\underline {U}\) um \(45^\circ \) voraus? Bestimmen Sie zeichnerisch den Wert für \(\underline {Y}\).
d)
Überprüfen Sie das Ergebnis aus c) rechnerisch.

8.1 Lösung:

a)
Admittanz \(\underline {Y}\) für \(p=0\), \(p=1\), \(p=2\) und \(p\to \infty \):

\begin {align*} \underline {Y} &= \frac {1}{R_2} + \frac {1}{R_1 + \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}} \\[2pt] &= \frac {1}{R_2} + \frac {R_1 - \frac {1}{\mathrm {j}\omega C}}{R_1^2 - \left (\frac {1}{\mathrm {j}\omega C}\right )^2} \\[2pt] &= \frac {1}{R_2} + \frac {p \cdot R_0 + \mathrm {j} \frac {1}{\omega C}}{p^2 \cdot R_0^2 + \left (\frac {1}{\omega C}\right )^2} \\[2pt] &= \frac {1}{20\,\Omega } + \frac {p \cdot 5\,\Omega + \mathrm {j} \cdot 5\,\Omega }{p^2 \cdot 25\,\Omega ^2 + 25\,\Omega ^2} \\[2pt] &= 0,05\,\mathrm {S} + \frac {p + \mathrm {j}}{p^2 + 1} \cdot 0,2\,\mathrm {S} \end {align*}

\begin {align*} \underline {Y}(p) &= \left (0,05 + \frac {p + \mathrm {j}}{p^2 + 1} \cdot 0,2\right )\,\mathrm {S}\\ \underline {Y}(p \to 0) &= \left (0,05 + \frac {0 + \mathrm {j}}{0 + 1} \cdot 0,2\right )\,\mathrm {S} = (0,05 + \mathrm {j}\cdot 0,2)\,\mathrm {S} \\ \underline {Y}(p = 1) &= \left (0,05 + \frac {1 + \mathrm {j}}{2} \cdot 0,2\right )\,\mathrm {S} = (0,15 + \mathrm {j} \cdot 0,1)\,\mathrm {S}\\ \underline {Y}(p = 2) &= \left (0,05 + \frac {2 + \mathrm {j}}{5} \cdot 0,2\right )\,\mathrm {S} = (0,13 + \mathrm {j} \cdot 0,04)\,\mathrm {S}\\ \underline {Y}(p \to \infty ) &= \left (0,05 + \frac {\infty + \mathrm {j}}{\infty ^2 + 1} \cdot 0,2\right )\,\mathrm {S} = (0,05 + \mathrm {j} \cdot 0)\,\mathrm {S} \end {align*}
b)
Skizze der Admittanzortskurve:
Admittanzortskurve
     der  gegebenen  Schaltung  für  p
     zwischen 0 und unendlich. Kurve
     als                             Halbkreis
     auf einer Parallelen zur Im-Achse
     im ersten Quadranten. B=0 für p
     gegen  unendlich.  B=maximal  für
     p=0.  Y  bei  45  Grad  als  Zeiger
     eingezeichnet.
c)
Strom eilt um \(45^\circ \) voraus für \(\varphi =45^\circ \). Schnittpunkt aus Gerade und Ortskurve.
d)
Mit \(\arctan (45^\circ )=\frac {\Im \{\underline {Y}\}}{\Re \{\underline {Y}\}} = 1\) folgt: \begin {align*} \Re \{\underline {Y}\} &\overset {!}{=} \Im \{\underline {Y}\} \\ 0,05 + 0,2 \cdot \frac {p}{p^2+1} &\overset {!}{=} 0,2 \cdot \frac {1}{p^2+1}\\ 0,05 \cdot p^2 + 0,2 \cdot p - 0,15 &= 0 \\ p_{1/2} &= -2 \pm \sqrt {4 + 3} \\ \text {mit }R_1>0: \qquad p_{45^\circ } &= -2 + \sqrt {7} \\ \underline {Y}(\varphi =45^\circ ) &= 0,05 + 0,2 \cdot \frac {-2 + \sqrt {7} + \mathrm {j}}{(-2 + \sqrt {7})^2 + 1} \\ &= (0,14114 + \mathrm {j} \cdot 0,14114)\,\mathrm {S} \end {align*}

9 Wechselstrommessbrücke

Untersucht wird die hier gezeigte Messbrückenschaltung.

  


Schaltbild: Wechselstrommessbrücke mit Impedanzen Z1 bis Z4 an idealer Spannungsquelle U0. Erster Strang der Messbrücke Z1 in Reihe mit Z2. Parallel dazu zweiter Strang mit Z3 in Reihe mit Z4. Messspannung UB zwischen den Mittelpunkten der beiden Stränge.
a)
Bestimmen Sie allgemein die Gleichung für die Messspannung \(\underline {U}_B\). Bringen Sie das Ergebnis auf einen gemeinsamen Nenner und kürzen Sie, wenn möglich.
b)
Im Ausschlagsverfahren soll ein Blindwiderstand gemessen werden. Im gegebenen Messbereich seien \(\underline {Z}_1=\mathrm {j}X_1\) und \(\underline {Z}_2=\mathrm {j}X_2\) (reine Blindwiderstände) und \(\underline {Z}_3 = \underline {Z}_4 = R\) (reine Wirkwiderstände). Bestimmen Sie die Gleichung für die Messspannung \(\underline {U}_B\).
c)
Ist die Messspannung \(\underline {U}_B\) aus Aufgabe b) frequenzabhängig? Begründen Sie Ihre Antwort.
d)
Wie verhält sich die Messspannung \(\underline {U}_B\) bei \(X_1 = X_2\)?
e)
Wie verhält sich die Messspannung \(\underline {U}_B\) bei \(X_1 = -X_2\)?

9.1 Lösung:

a)
Messspannung aus Potentialdifferenz von Spannungsteilern: \begin {align*} \underline {U}_B &= U_0 \cdot \left ( \frac {\underline {Z}_2}{\underline {Z}_1 + \underline {Z}_2} - \frac {\underline {Z}_4}{\underline {Z}_3 + \underline {Z}_4} \right )\\ &= U_0 \cdot \left ( \frac {\underline {Z}_2\cdot \underline {Z}_3+\cancel {\underline {Z}_2\cdot \underline {Z}_4}-\underline {Z}_1\cdot \underline {Z}_4-\cancel {\underline {Z}_2\cdot \underline {Z}_4}}{\left (\underline {Z}_1+\underline {Z}_2\right )\cdot \left (\underline {Z}_3+\underline {Z}_4\right )} \right ) \\ &= U_0 \cdot \left ( \frac {\underline {Z}_2\cdot \underline {Z}_3\ -\ \underline {Z}_1\cdot \underline {Z}_4}{\left (\underline {Z}_1+\underline {Z}_2\right )\cdot \left (\underline {Z}_3+\underline {Z}_4\right )} \right ) \end {align*}
b)
wie a) nur mit \(\underline {Z}_1 = \mathrm {j}X_1\), \(\underline {Z}_2 = \mathrm {j}X_2\), \(\underline {Z}_3 = \underline {Z}_4 = R\). \begin {align*} \underline {U}_B &= U_0 \cdot \left ( \frac {X_2 - X_1}{\left (X_1+X_2\right )\cdot \left (1+1\right )} \right ) \\ \underline {U}_B &= U_0 \cdot \left ( \cancel {\frac {\mathrm {j}R}{\mathrm {j}R}} \cdot \frac {\mathrm {j}X_2\cdot R - \mathrm {j}X_1\cdot R}{\left (\mathrm {j}X_1+\mathrm {j}X_2\right )\cdot \left (R+R\right )} \right ) \\ &= \frac {U_0}{2}\cdot \frac {X_2-X_1}{X_2+X_1} \end {align*}
c)
Die Messpannung \(\underline {U}_B\) ist unabhängig von der Frequenz, vorrausgesetzt es handelt sich um zwei kapazitive (\(X_C \sim \frac {1}{\omega }\)) oder um zwei induktive Blindwiderstände (\(X_L \sim \omega \)). Dann heben sich die frequenzabhängigen Terme der Reaktanzen \(X_1\) und \(X_2\) gegenseitig auf.
d)
Für \(X_1=X_2\) ist \(\underline {U}_B=0\). Beide Spannungsteiler (für \(\underline {U}_B^+\) und \(\underline {U}_B^-\)) ergeben \(U_0/2\).
e)
Für \(X_1=-X_2\) ist die Resonanzbedingung erfüllt (des idealen LC-Reihenschwingkreises aus \(X_1\) und \(X_2\)). Die Messspannung \(\underline {U}_B\) geht gegen unendlich (, da ungedämpft).
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